LVSTPRINZIP, oder: ich hab da so ein Buch geschrieben

Sie werden so schnell groß: vor genau drei Monaten ist mein autobiographisches Buch LVSTPRINZIP bei Blumenbar erschienen. Vor lauter Pressearbeit, Interviews geben, Lächeln Winken und Vorlesen bin ich noch gar nicht dazu gekommen, euch hier selbst mehr davon zu erzählen.

Collecting the dots. Then connecting them. And then sharing the connections with those around you. This is how a creative human works. Collecting, connecting, sharing. (…) No matter the scale or the setting, one truth remains: the act of sharing, especially when you´re starting out, is fucking difficult. There´s always a moment of extreme bravery involved in this question: …will you look?  (…) This impulse to connect the dots -and to share what you´ve connected – is the urge that makes you an artist. If you´re using words or symbols to connect the dots, whether you´re a „professional artist“ or not, you are an artistic force in the world. When artists work well, they connect people to themselves, and they stitch people to another, through this shared experience of discovering a connection that wasn´t visible before.(Amanda Palmer: The Art of Asking)

Das fasst ziemlich gut zusammen, wie sich das alles anfühlt. Wenn man es gewohnt ist, seine Gedanken ins Internet zu kotzen und drei Minuten nach dem “veröffentlichen” – Klick Feedback zu bekommen, ist es erst mal einigermaßen undankbar, wenn dieses Feedback zwei Jahre später kommt – aber dann, delayed Gratification und so, natürlich umso schöner. Mein Plan war es, ein Buch zu schreiben, das sich anfühlt,wie ein Gespräch in einer Sommernacht auf meiner Dachterrasse nach ein paar Glas Wein. Ein Buch das ein Freund ist, der dich umarmt, schubst, zum Nachdenken und zum Lachen bringt. Und jeden Tag bekomme ich Dankesnachrichten von euch, die mir zeigen, dass dieser Plan aufgegangen ist.

View this post on Instagram

“Diese supersweete Theresa soundso, die von Lvstprinzip, hat ein Buch geschrieben, lese ich mal“ So oder so ähnlich hab ich das ner Freundin erzählt. @lvstprinzip hab ich mir ab und zu mal angesehen, die Beiträge mal mit viel, mal mit weniger Begeisterung durchgeklickt – je nachdem ob es eben auch meine Themen waren. @the.resalachner ist aber auch einfach so cute, dass man ihre posts gerne liest, meist mit einem Schmunzeln und einem innerlichen „Oh-girl-you-tell-me!“. Abgefahren, dass diese vermeintliche Social-Network-Nähe einem das Gefühl gibt, man kenne die Person die da postet mindestens so gut wie die beste Freundin, wenn nicht besser. Hier ein comment zu einem Foto, da ein paar Herzchen und ein Feueremoji hinterlassen und schon ist @the.resalachner im inner circle angekommen. So weit, so Instagram. Dann liegt es auf meinem Tisch, das Lvstprinzip-Buch, so in real und haptisch wahrnehmbar. Also les ich da mal rein, Erwartungshaltung eher so vergnüglich-sarkastische-Geschichtchen-von-dieser-Theresa-mäßig und dann BÄÄÄÄM. Ab Seite 12, nee, exactly schon auf Seite 12, fang ich erstmal an zu heulen. Ich fotografiere den ersten Abschnitt und schicke ihn meiner realen besten Freundin, die dann direkt schnell mal mitheult. (Needless to say dass sie das Buch jetzt auch hat). Die Lieblingssexkolumnistin wird innerhalb der nächsten Seiten zur Lieblingsautorin, ich weine, ich lache, es tut weh, es tut gut, sie spricht mir aus der Seele. Sie schreibt gar nicht vorrangig über Sex, sie schreibt über das Leben, über Schmerz, über sich und die Anderen, über mich und die Anderen und das so nahbar und einem straight-to-the-heart Schreibstil, dass ich die ganze Zeit irgendwo zwischen „Hell Yeah“ und „Hör auf, tut weh!“ gefangen bin. Ich kann nicht aufhören zu lesen, außerdem markiere ich wie manisch Stellen, die ich später noch mal nachlesen will oder die einfach ZU GUT sind, um sie nicht zu markieren. @the.resalachner: FUCK, Theresa! DANKE! That pretty much nails it. Dein Buch steht jetzt aus Gründen zwischen Anaïs Nin und Nayyirah Waheed. Bis ich es wieder lese. Morgen wahrscheinlich. <3 #lvstprinzip #aufbauverlag

A post shared by Alexandra Schlösser (@schlosser_alexandra) on

Deswegen will ich hier gar nicht allzu viel rumlabern, das habe ich in den letzten vier Monaten schon zu Genüge an anderer Stelle getan – – hier findet ihr einen Überblick über die Pressestimmen und Interviews zu LVSTPRINZIP.

«Lvstprinzip», Buch wie Blog, lesen sich wie eine feministisch gefärbte «Bravo» für Erwachsene: Man erfährt einiges, ohne rot werden zu müssen. Die Grundfrage moderner Menschen: «Bin ich normal?» wird mit einem Ja und Ausrufezeichen beantwortet.” (NZZ)

 

“Ein autobiographischer Aufriss der 10er-Jahre, der anfangs wie eine Reisereportage anmutet, eine Tour de Force durch den fernen Osten (…) die schleichend der Erforschung des eigenen Begehrens Platz macht. Rasant erzählt ist beides, und das mit einer Benennungsbegabung und Beobachtungsschärfe, gleichzeitig komisch und hochempfindlich, wie man sie so ähnlich vielleicht nur aus den Reportagen von David Foster Wallace kennt. “ (Bayern 2 Kulturwelt)

 

View this post on Instagram

Theresa Lachner; LVSTPRINZIP "Ich habe noch nie geschrieben, weil ich alles verstanden habe, sondern immer, weil ich etwas herausfinden wollte" Theresa Lachner ist Journalistin, Speakerin, Texterin und, last but not least, Gründerin von Deutschlands größtem Sexblog LVSTPRINZIP. Sie lebte 5 Jahre lang als Digitalnomadin und ließ reisend und schreibend alles Gewohnte hinter sich. In ihrem Buch erzählt sie aus ihrem Leben. Rotzt es uns hin. Bezeichnet sich selbst als "emotionales Nacktmodell". "Wut fragt nie, ob sie sein darf. Wut ist." Gewährt Einblicke in das Zweifeln, Suchen und Lieben einer selbstbestimmten und selbstbewussten jungen Frau, die sich finden will. Sich eine Welt finden will in der sie richtig ist, einfach so wie sie ist. Und die Liebe natürlich, diese fucking romantische Vorstellung. Punkt. Ich hatte bereits das Vergnügen ein bisschen mit ihr zu plaudern, bei @felixwegener beim Aufbau/Blumenbar Verlagsabend. Und ich freue mich über dieses Buch, denn: sie spricht aus und lebt was immer noch ein Tabuthema ist: Frauen die ihre Sexualität frei ausleben, keinem gesellschaftlichem Moralkodex folgen. Sie scheut sich nicht. Ihre Texte schwanken zwischen Verzweiflung, Abgeklärtheit und derart rabenschwarzer Komik das es mich schier zerrissen hat. Tränen gelacht, Tränen verschluckt. Lest Mädels, lest Frauen und wer Manns genug ist LEST! Theresa, ab durch die Decke! 💥 #theresalachner #lvstprinzip #blumenbar @aufbau_verlag @the.resalachner

A post shared by Lalena Hoffschildt (@lalenaparadiso) on

“Einfach mal mit 33 Memoiren raushauen? Journalistin und Sexbloggerin Theresa hat Eier(stöcke) – und die legt sie literarisch auf den Tisch.” (Blonde)

 

“Entstanden ist ein Manifest über Lust und die Suche nach einem guten Leben, das ermutigt, einfach mal zu machen. Prädikat: geil” (Missy Magazine)

View this post on Instagram

Habt ihr eine Bucketlist? Also eine Liste mit Dingen, die ihr bis zum Ende eures Lebens gemacht haben möchtet? Die Sexbloggerin Theresa Lachner hat so etwas ähnliches, nämlich eine “Fucketlist”. Darauf stehen unter anderem: Bondage, Orgasmische Meditation und Tantra. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ ⠀⠀⠀⠀ In “Lvstprinzip” geht es nicht nur (aber auch!) darum, wie sie diese Punkte nacheinander abarbeitet. Viel mehr ist das Buch eine Reise durch Theresas Leben – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Theresa ist nämlich nicht nur Deutschlands erfolgreichste Sexbloggerin, sondern hat auch lange Zeit als Digitalnomadin gelebt. Das bedeutet: 5 Jahre, 36 Länder und der Laptop, als einzig stetiger Arbeitskollege. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Dieses Buch war für mich eine absolute Überraschung. Erwartet hatte ich: Sex-Geschichten. Aber stattdessen habe ich eine neue Lebensart kennengelernt , war dabei, wie aus einer fixen Idee ein etwas anderer Sexblog wurde und habe mich dabei durchgehend bestens unterhalten gefühlt! Theresa schreibt so fluffig und cool, dass man nur so durch die Kapitel rasen kann. Und am Schluss dieses Buches hatte ich vor allem eins: sehr gute Laune. Mona 👩🏽 . . . . . #lvstprinzip #sexbloggerin #buchblogger #bücherliebe #leselust #bookstagramgermany #bücherwurm

A post shared by Stories. (@stories.offiziell) on

Fürs Erste bleibt mir also nur Danke zu sagen. Danke für eure wunderbaren Nachrichten und die vielen schönen Gespräche bei Lesungen, danke dass ihr dieses Buch so feiert und es zu Weihnachten all euren Freund*innen schenkt und mit euren Eltern darüber streitet – am besten gekauft in der kleinen Buchhandlung eures Vertrauens, in Kombination mit fantastischem Kaffee von 19Grams oder, wenn ihr schon unbedingt zum bösen Internetladen mit A schaut, weil ihr zb einen Kindle habt, könnt ihr das gern über meinen Affiliatelink tun. Hinterlasst dort sehr gern eine Rezension – das geht auch gut bei Goodreads und Lovelybooks.

Ich hatte ein anstrengendes Jahr und werde die kommenden Wochen ein bisschen Winterschlaf halten, freue mich aber über jede eurer sweeten Nachrichten und melde mich spätestens im Frühjahr zurück.

Titelfoto: (c) Paula Winkler // Aufbau Verlag // Collage: Beziehungsweise Magazin

Hallo, ich bin Theresa und ich mag Sex! Deswegen habe ich Lvstprinzip gegründet.

4 Kommentare

Leave a Reply